Auch in der Hexenkunst existieren unterschiedliche Wege, viele Traditionen, Bräuche und Glaubensrichtungen und es entstehen stetig neue. Im Laufe der Jahre habe ich viele von ihnen kennengelernt, doch waren mir die meisten zu zeremoniell, wie zum Beispiel im Wicca.
Meine Liebe zur Natur war es, die tiefe Verbundenheit, die ich stets zu Mutter Erde gespürt hatte und die Suche nach meinen Wurzeln, die mich schließlich zum „Alten Weg der Volksmagie“ geführt haben.
In der Volksmagie wird die Natur als heilig und lebendig betrachtet. Alles ist beseelt, jedes Lebewesen, jede Pflanze, jeder Stein, jedes Element. Jedes Leben, jede dieser Seelen gilt als wertvoll.
Doch auch in der Volksmagie gibt es verschiedene Bräuche und Traditionen, denn das meiste Wissen über den Alten Weg wurde früher mündlich von Generation zu Generation weitergegeben und durch eigene Erfahrungen ergänzt. Niedergeschrieben finden wir hier nur wenig. Dieses Wissen, welches die Volksmagie ausmacht, umfasst natürliche Heilmethoden, das Besprechen oder Böten, Kräutermedizin, aber auch die Aromatherapie und die Arbeit mit Heilsteinen ebenso wie das Ehren der Naturgeister und die Wesen der Anderswelt.
Dabei orientiert sich die volksmagisch arbeitende Hexe an den Mondphasen, am Lauf der Jahreszeiten und den Jahreskreisfesten. Veränderungen in der Natur und der Wechsel der Jahreszeiten und der Mondphasen werden genau beobachtet und bei der magischen Arbeit berücksichtigt. Die Natur und speziell die Pflanzen, die die einzelnen Jahreszeiten hervorbringen, haben starken Einfluss auf die magische Arbeit und das Brauchtum. Utensilien für Zauber, Rituale oder Heilanwendungen werden im nahen Umkreis in der Natur gesucht. Die starke Naturverbundenheit lässt uns nach Zeichen und Botschaften in der Natur suchen, um Rat bei Mutter Erde zu finden. Auch die Kommunikation mit der beseelten Welt nimmt hier einen großen Stellenwert ein, um ihre Energie und ihr Wissen zu nutzen. Es geht immer darum im Einklang mit Mutter Erde, mit der Natur, zu leben und diese zu ehren.
